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Vom richtigen Zeitpunkt: Die beste Zeit für beste Ergebnisse


Die Natur erwacht und mit ihr die Lust, sich wieder mehr unter freiem Himmel zu betätigen. Abseits von sportlicher Aktivität und festlichen Outdoor-Happenings steht auch das Fotografieren außerhalb der eigenen vier Wände hoch im Kurs. Ob ein Schnappschuss mit dem Mobiltelefon oder eine Shooting-Tour mit einer professionelleren Ausrüstung: Jetzt ist eine wunderbare Zeit, um die blühende Pracht, das satte Grün und alles, was sich sonst noch so zeigt, ins rechte Licht zu rücken. Wann der beste Zeitpunkt für die unterschiedlichen Motive ist und was bzw. wann genau eigentlich die „goldene Stunde“ ist, davon handelt dieser Beitrag. Lass dich inspirieren und sei zur richtigen Zeit, mit der richtigen Einstellung am richtigen Ort.



In der Fotografie ist das Licht von zentraler Bedeutung. Es ist für die gesamte Stimmung, Farben, Formen und klarerweise auch Schatten. Neben zielgerichteter Lichtsetzung mithilfe technischer Hilfsmittel im Studiosetting zählt natürliches Sonnenlicht zum essentiellen Asset jedes (Hobby-)Fotografen. Dieses optimal und zugunsten des jeweiligen Motivs und des beabsichtigten Ergebnisses einzusetzen, ist Handwerkzeug und Kunst zugleich.

Grundsätzlich beeinflussen diese lichtvollen Faktoren maßgeblich das Endergebnis der Bilder:

  • Jahreszeit

  • Tageszeit

  • Wetter

Zu Beginn ist es förderlich, sich mit den gottgegebenen Rhythmus vertraut zu machen. Fragen, die man sich stellen sollte, sind:

  • Wann ist Tagesanbruch bzw. -ende?

  • Wo geht die Sonne auf, wo geht sie unter?

  • Wo steht sie zum Zeitpunkt der Aufnahme?

  • Wie ist der Winkel des Lichteinfalls in dieser Phase des Tages?

TIPP: Was für die Sonne gilt, zählt selbstverständlich auch für nächtliche Fotoshootings – nur dass man sich anstatt der Sonne mit dem Mond beschäftigen darf.

Ob Regen oder Sonnenschein

Das Wetter will ebenso berücksichtigt werden wie Sonne, Mond und Sterne. Zusammengefasst lässt sich sagen, dass gemäßigte Phänomene besser geeignet sind als Extreme. Ein dezent bewölkter Himmel dient zum Beispiel jeder Portraitfotografie, da starke Schatten von vornherein ausgeschlossen werden können. Die Wolken wirken wie eine große, natürliche Softbox und sorgen ganz automatisch für eine weiche Lichtsetzung.


Vom optimalen Zeitpunkt

Die beste Tageszeit des Fotografen ist der Morgen und der Abend. Pralle Mittagsstrahlung ist mitunter schwer zu beherrschen. Insbesondere die tiefstehende Sonne erzeugt ein herrlich weiches Licht und damit eine charmant anmutende Stimmung.


Die blaue Stunde

Dieses Phänomen bietet gleich zwei Mal am Tag ideale Lichtverhältnisse – und zwar morgens und abends. Erstere beschreibt die Zeit zwischen dem Aufhellen des Himmels in den Morgenstunden bis zum tatsächlichen Sonnenaufgang. Die abendliche „blaue Stunde“ meint die Zeit, unmittelbar nach Sonnenuntergang und Einbruch der Nacht. Wenn der Tag noch taufrisch ist, wirkt sich das auch auf die Luft und damit auf das Licht aus. Sie besticht durch ihre Klarheit und hat damit einen direkten Effekt auf die Lichtsetzung im Bild. Mein Tipp: auch Nebel, Morgentau und Co. lassen sich für die Inszenierung nutzen. In der Landschaftsfotografie sind zum Beispiel Makroaufnahmen zu diesem Zeitpunkt eine hervorragende Möglichkeit, die Schönheit der Natur einzufangen. Nebelschwaden, die mystisch über Wiesen, Gewässern und Städten hängen oder Tautropfen, die Blüten wie Blätter zieren sind nur einige Ideen dazu. In der „blauen Stunde“ sollte man auf jeden Fall beim Fotografieren ein Stativ benutzen, um die implizite längere Belichtungszeit nicht durch Verwackeln zu beeinträchtigen.


Die goldene Stunde

Ebenso wie bei der bereits beschriebenen „blauen Stunde“ gibt es auch bei der „goldenen Stunde“ gleich zwei davon: einerseits meint sie die Zeit direkt nach dem Sonnenaufgang und vor dem Sonnenuntergang. Das warme, goldene Licht erzeugt außergewöhnlich stimmungsvolle Bilder voller Sanftheit. Wer sie nutzen möchte, muss allerdings schnell sein, denn die „goldene Stunde“ ist von kurzer Dauer und recht flüchtig. Eine gute Planung und Vorbereitung sind hier das A und O, denn wenn man erst bei Anbruch dieser speziellen Gegebenheit damit beginnt, das Motiv zu suchen bzw. das Equipment herzurichten, verpasst man am Ende das Beste.



Zur Mittagszeit und bei Sonnenschein

Das Licht trifft das tägliche "Alltime-High" durch den starken Einfall wahrhaftig mit voller Härte. Das wiederum gibt besonders in der Outdoor-Portraitfotografie eine starke Schattenzeichnung im Gesicht der Modelle. Im Bereich der Augen, der Nase und des Kinns ist dies jedoch unerwünscht und trübt das Ergebnis. Abhilfe schafft eine natürliche Abdeckung der direkten Einstrahlung durch ein schattiges Plätzchen, das sowohl ein Baum wie auch ein Gebäude darstellen kann.


Bei Nacht und zu später Stunde

Wenn die Dunkelheit einbricht ist die ideale Zeit für sogenannte Langzeitbelichtungen. Als Kulissen eignen sich vorwiegend Städte, bewegte Motive wie zum Beispiel fahrende Autos und Architektur jeglicher Art. Bei Objekten in Bewegung entstehen hier effektvolle Ergebnisse wie die rot-weißen Streifen bei den genannten fahrenden Autos. Ein Stativ ist hier die absolute Pflichtausstattung, um die Schärfe sicherzustellen. Um bei Nacht Mond und Sterne abzubilden, benötigt man hingegen zwingend ein Gebiet, das frei von störendem Umgebungslicht ist.



Mit diesen Tipps wünsche ich euch viel Spaß beim Ausprobieren - ganz gleich, ob Regen oder Sonnenschein, ob frühmorgens oder spätabends. Nutzt die Gunst der Stunde und genießt den Blick durch die Linse und probiert euch einfach aus. Ihr werdet sehen, jede Betätigung des Auslösers ist eine neue großartige Erfahrung und das Licht ist dabei euer Verbündeter.




































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