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So wird dein Angebot zum Bestseller: Basiswissen Produktfotografie



Produkte optimal zu platzieren macht in Zeiten der Vielfältigkeit – und damit auch Vergleichbarkeit – oftmals den entscheidenden Unterschied. eCommerce und Online-Shops leben praktisch davon, ein optisch ansprechendes und trotzdem realistisches Bild zu vermitteln und potenzielle Käufer:innen zum Klick auf den „jetzt bestellen“-Button zu klicken. Was eine Produktdarstellung in Bestform ausmacht? Schau hier in mein fotografisches Nähkästchen aus Erfahrung, Tipps und Wissenswertem.


Gute Gründe für gute Fotos

  • Online-Shopper haben ein geschultes Auge und einen wachen Blick für Details. Das sollte sich in den Fotos deines Webshops widerspiegeln.

  • Professionelle Bilder sind der ideale Vermittler von Produkt-Eigenschaften und -Vorteilen.

  • Damit vermitteln sie ein stimmiges Gefühl für das Produkt und seine Funktionalitäten.

  • Diese Wirkung strahlt auch auf die Marke und den Anbieter aus.

  • Produktfotos mit entsprechendem Anspruch schaffen Vertrauen – in die Ware, den Händler und die Qualität des gesamten Bestellprozesses.

  • Das wiederum kann die Häufigkeit des Kaufimpulses erhöhen und Retouren mindern.


Definiere deinen eigenen Look

Wenn du mit unterschiedlichen Produkten verschiedener Hersteller handelst, kannst du natürlich auf die zur Verfügung gestellten Fotos zurückgreifen. Ich würde dir jedoch davon abraten. Es zahlt sich langfristig aus, wenn du deine individuelle und konstante Bildsprache kreierst. Damit kannst du selbst bestimmen, welche Details du in den Fokus rückst, die Abbildungen sind einheitlich und übersichtlich (Stichwort: Vertrauen in dich und deine Unternehmung!). Zusätzlicher Benefit: Es gibt keine Ungereimtheiten, was die Aktualität und Copyrights angeht.



Grundsatz-Entscheidungen: Stilleben und/oder Packshots

Zu Beginn darf man sich klar darüber werden, wie man das Thema idealerweise anpackt. Zusätzlich zur Wahl des richtigen Equipments, steht die Frage im Raum: Stilleben? Packshot? Oder beides?


Zur Begriffsdefinition:

Bei der Stillleben-Fotografie werden einfache Produkte mittels kreativem Setaufbau inszeniert. Das kann etwa das Produkt inmitten vollkommen artfremder Accessoires auftauchen. Das hat seinen Reiz, bedeutet aber auch viel Aufwand. Dementsprechend eignet sich eine derartige Darstellung am besten für ausgewählte (Highlight-)Produkte. Beispielsweise können so "special editions" oder auch anderweitig als außergewöhnlich klassifizierte Produkte aufbereitet werden.

TIPP: Trotz kreativer Freiheit darf man immer im Hinterkopf behalten, dass die Hauptmerkmale des Produkts im Fokus stehen sollten. Allzu fantasievolle Fotos und Videos erzeugen Emotionen, lenken aber auch vom eigentlichen Thema ab.


Im Gegensatz zum Stillleben steht der blanke Purismus der Packshot-Fotografie. Hierbei wird auf jeglichen "Schnickschnack" verzichtet. Der Gegenstand steht im Fokus und damit auf einem gleichmäßigen, neutralen Hintergrund. Als erklärtes Ziel gilt es, Das Produkt so darzustellen, wie er in der Realität tatsächlich aussieht und erworben werden kann. Deshalb ist diese Art der Ablichtung für Webshops prädestiniert und kommt vorwiegend zum Einsatz. Form, Farbe, Beschaffenheit wie Material, Verarbeitung, aber auch Maße und ähnliche Parameter sind hier die einzigen "Eyecatcher" und sollen die Kaufentscheidung so einfach und komfortabel wie möglich machen.



Die Produktfotografie-Keyfacts

Wenn du selbst Hand anlegen willst, gehört gute Planung und Vorbereitung zum grundlegenden Handwerkszeug.


Die optimale Beleuchtung: Die richtige Lichtsetzung ist entscheidend, um Produkt-Details hervorzustreichen, Vorzüge zu betonen und etwaige Schatten zu minimieren. Geeignet Hilfsmittel können hier Softboxen, Studioblitz oder natürliches Licht sein.

Der passende Hintergrund: Bei Packshots ist dieser farblich neutral, einheitlich und sauber. So lenkt er den Blick direkt auf das Produkt und damit auf das Wesentliche.

Die richtige Perspektive: Im Idealfall ist diese standardisiert und weitestgehend neutral - so wie es dem Produkt am dienlichsten ist. Als Ergänzung zur primären Darstellung sind natürlich unterschiedliche Blickwinkel ergänzend dienlich, um verschiedene Ansichten und Aspekte des Produkts zu zeigen.

Die akribische Bildbearbeitung: Nach der Fotografie, ist vor dem Verkaufserfolg. Mittels funktionaler Bildbearbeitungsprogramme (z.B. Photoshop oder Lightroom von Adobe, Canva, etc.) können Korrekturen und Optimierungen vorgenommen werden.

Die konsequente Durchgängigkeit: Die richtige Einstellung ist gekommen, um zu bleiben. Bei Ablichtung mehrere Produkte, ist es gut und richtig, die konsistente Bildsprache beizubehalten. Das dient der Struktur, vermittelt Qualität und erleichtert den Überblick.


Warum sind gute Produktfotos wichtig?

  • kommunizieren Eigenschafen und wichtige Produktdetails

  • vermitteln ein Gefühl für das Produkt

  • nicht nur das Produkt, sondern die gesamte Marke hinterlässt einen guten Eindruck

  • schaffen Vertrauen

  • Kunden verweilen länger auf der Website

  • können Rückgaben vermeiden



Meine 5 besten Tipps für Top-Produktfotos


Wirf einen Blick über den Tellerrand hinaus. Lass dich von Magazinen, Webshops und Mitbewerber:innen inspirieren. Es lohnt sich auch, mal über die Ländergrenze hinaus zu recherchieren. New York, Rio, Tokyo - im World Wide Web lässt sich allerlei Inspiration finden. Ebenso auf Plattformen wie Pinterest und Co.

Betrachte das Produktfoto durch die Kundenbrille. Aus dieser Perspektive findest du schnell und ohne Umwege heraus, worauf der Fokus liegen sollte. Frage dich, ob alle relevanten Informationen über das Produkt auf einen (oder maximal den zweiten) Blick ersichtlich sind und ob Funktionen und Vorteile unmissverständlich gezeigt werden.

Achte auf ein sauberes, einwandfreies Shootingobjekt. Fingerabdrücke, Falten in Textilien oder andere Makel haben keinen Platz bei dieser Spezialdisziplin. Arbeite, wenn erforderlich, mit Handschuhen, Pinzette oder ähnlichen Hilfsmitteln. Das erspart auch viel Aufwand in der nachträglichen Bildbearbeitung.

Nutze die Möglichkeiten der Inszenierung. Setze Akzente und - wenn es passt - auf eine Mischung aus Bild, Bewegtbild, Packshot und kreativem Setting. Auch wenn das Primärfoto klar und eindeutig sein sollte, heißt das keinesfalls, dass zusätzliches Material nicht zum Positionierungsmerkmal und Kassenschlager werden kann. Detailaufnahmen, 360°-Fotos und kurze Anwendungsclips schaffen zusätzliche Anreize, sich das Produkt näher anzusehen.

Schöpfe bei technischen und gestalterischen "Helfern" aus dem Vollen. Ob Stative, Blitze, Objektive, Graukarte für die Bestimmung des Weißabgleichs, Requisiten, Models oder mehr. Was immer deinem Produkt "dient", darf am Set dabei sein.

Spezial-Tipp: Als kreativer Kopf habe ich eines gelernt - wer schreibt, der bleibt. Notiere dir deine Kamera-Einstellungen und Bildbearbeitungshacks. Damit ist die gleichbleibende Qualität gewährleistet und du kommst schneller an dein Ziel.



Auch wenn ein Produkt ein Gegenstand bleibt - man kann ihm durch die passende Darstellung "Leben einhauchen" und so für die bestmögliche Performance sorgen. Die Produktfotografie folgt einigen Grundregeln, lässt sich jedoch in Sachen Kreativität durchaus um eine Komponente erweitern. Probiere es einfach aus oder übergib es einem Profi. Hier kannst du sicher sein, dass deine Fotos immer wie aus dem Ei gepellt daherkommen und du auch im online-Marktplatz glänzen kannst.



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