Abtauchen & eintauchen: Unterwasserfotografie

Aktualisiert: 4. Sept.



Zugegebenermaßen, es ist schon ein ganz spezielles Erlebnis, wenn man sich unter Wasser begibt. Man tau(s)cht die gewohnte Umgebung mitsamt festem Boden unter den Füßen gegen tollkühnes Terrain ein. Gewissermaßen verlässt man damit auch die eigene Komfortzone. Der Tauchsport per se ist schon ein Abenteuer – mit Kamera und Co. wird es zur Schatzsuche.

Ob Schnorcheln, Apnoe oder mit voller Gerätschaft: wer dieser Faszination einmal erlegen ist, wird zum Wiederholungstäter. Die bunte Unterwasserwelt birgt ein Meer an Möglichkeiten, in eine ganz neue Welt einzutauchen. Neben dem Fotografieren und Reisen zähle ich es zu meinen absoluten Highlights. Insbesondere in den Ozeanen fühle ich mich regelrecht wie ein Fisch im Wasser. Die unendliche Stille gepaart mit der Schwerelosigkeit machen für mich den speziellen Reiz aus. Dass die Fotografie in der Tiefe an den Küsten ferner Länder auch fotografisch für mich Thema ist, liegt damit auf der Hand. Wenn ich meinen nächsten Tauchgang plane, habe ich immer auch schon Motive im Kopf und richte meinen Fokus und meine Ambitionen darauf aus.


Der Einstieg mit Ausrüstung – für den Sport und die Berufung – führte mich über Flossen und Schnorchel. Mit der Intension, Fische, Pflanzen und Korallen aus einer anderen Perspektive zu betrachten, absolvierte ich den Tauchschein in der Heimat. Dass ich jedoch dort im Süßwasser das „Salz“ in der Suppe vermisste, wurde mir schnell klar. Deshalb buchen mein Lebensbegleiter und ich regelmäßig Flüge an die schönsten Flecken dieser Erde, um neben Erholung und Sightseeing auch abzutauchen. Deshalb besteht unser Reisegepäck auch aus Flip-Flops, Strohhut, Sonnencreme und jeder Menge Technik. Foto- und teilweise auch Taucherausrüstung stehen meistens auf unserer Packliste.



Meine Begleitung auf Reisen ist in Sachen Equipment stets die Lumix Kompaktkamera im Unterwassergehäuse. Diese ist perfekt geeignet für mich und meine Art, unter Wasser zu fotografieren. Schweres "Geschütz" darf on Tour getrost zuhause bleiben, denn das spart nicht nur Platz im Koffer, sondern reicht für meine Zwecke vollkommen aus. Sollten die Lichtverhältnisse einmal nicht zu 100 % passend sein, wird kurzerhand der "Buddy" gebeten, das Objekt auszuleuchten. Hierfür nutze ich eine herkömmliche Unterwasserlampe.


TIPP:

Je tiefer man taucht, desto blasser werden die Farben. Deshalb ist eine Tiefe bis zu zehn Metern für leuchtende Ergebnisse optimal. Beachte zudem den Sonnenstand.


Wer sich der Unterwasserwelt hingeben und das Abenteuer Fotografieren im kühlen Nass einmal ausprobieren möchte, für den habe ich meine besten Tipps hier zusammengefasst:



Top-Tipps für den Start:

  • Träume groß, beginne klein. Am besten startest du deine ersten "Gehversuche" in Sachen Unterwasserfotografie im Seichten. Damit ist man nicht gleich zu Beginn mit all den Aspekten, die diese spezielle Form der Aufnahme mit sich bringt, überfordert. Atem an- und Gleichgewicht halten, Umgebungsbewegungen wahrnehmen und noch die Kamera bedienen - das kann ganz schön anstrengend werden.

  • Freunde dich mit deiner Ausrüstung an. Wer sein Equipment im Griff hat, wird auch im Wasser gut damit zurechtkommen. Nimm außerdem vorerst nur ein Gerät mit ins Wasser. Alternativen, wie zum Beispiel eine Actionkamera, kannst du dir als Nächstes checken.

  • Probiere dich aus. Auch hier gilt: taste dich heran. Anfangs kann es durchaus ratsam sein, mit der Automatik-Einstellung zu beginnen. Weitere Funktionen können dann sukzessive getestet und versucht werden. Und vor allem - hab Freude und nimm dir ausreichend Zeit, die Unterwasserwelt auch zu genießen.

  • Investiere Zeit in die Bildbearbeitung. Für den echten WOW-Faktor ist das Anpassen der Farben und Co. mitunter entscheidend. Hierzu gibt es auch online jede Menge Tutorials, die die besten Tricks bereitstellen. Bleib jedoch in dieser Hinsicht am Boden. Allzu übertriebene Bearbeitungen lassen die Bilder schnell unnatürlich wirken.

  • Sicherheit geht vor. Bei allen Ambitionen sollte deine eigene Gesundheit immer im Vordergrund stehen. Allein(tauch)gänge sind mit und ohne Kamera nicht ratsam. Man sollte sich deshalb auch mit dem Terrain beschäftigen, Wellengang und andere Einflüsse berücksichtigen und zudem achtsam mit der Natur umgehen. Tauchen ist ein Buddy-Sport und zu zweit macht es auch einfach mehr Spaß!



Meine Liebe zum Meer, die Erkundung dieser Welt und meine Leidenschaft für die Fotografie formen sich in der Unterwasserwelt zu einem stimmigen Ganzen. Vielleicht passt dieses Spezialgebiet ja auch zu dir und deinen Passionen. Möglichkeiten, es einfach mal zu versuchen, gibt es an jeder Ecke, denn auch heimische Flüsse und Seen bieten wunderschöne Motive. Abenteuer beginnen im Kopf und enden - für mich zumindest - beim Betrachten der entstandenen Unterwasser-Bilder.







22 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen